Warum reines Wasser bei Hitze manchmal das Falsche ist
Du trinkst im Sommer viel und fühlst dich trotzdem schlapp? Dann liegt es womöglich nicht an der Menge, sondern an dem, was fehlt.
Beim Schwitzen verlierst du nicht nur Wasser, sondern vor allem Natrium. Wie viel, ist von Mensch zu Mensch extrem unterschiedlich: Die Schweißrate liegt je nach Person und Bedingungen bei ungefähr 0,5 bis 2 Litern pro Stunde, die Natriumkonzentration im Schweiß meist zwischen 20 und 80 mmol pro Liter – das entspricht grob 460 bis 1.840 mg Natrium je Liter Schweiß. Ob du zu den „salzigen" Schwitzern gehörst, ist größtenteils genetisch festgelegt.
Jetzt der spannende Teil: Natrium hilft dir nicht nur, den Verlust auszugleichen – es verbessert auch, wie gut das Wasser überhaupt bei dir ankommt. Im Dünndarm sitzt ein Transporter (SGLT1), der Natrium und Glukose gemeinsam aufnimmt. Wasser folgt diesem Salztransport osmotisch hinterher.
Fehlt das Natrium, passiert das Gegenteil: Du trinkst, verdünnst dein Blut, scheidest mehr über den Urin aus – und behältst weniger. Im Extremfall, vor allem bei langen Belastungen mit viel reinem Wasser, kann daraus eine belastungsbedingte Hyponatriämie werden.
Für den Alltag heißt das:
Bis etwa 60 Minuten Belastung reichen Wasser und eine normale Ernährung völlig aus.
Wird es länger, heißer oder salziger auf der Haut, ergibt eine Elektrolytzufuhr Sinn – ein Getränk mit mindestens 400 mg Natrium pro Liter, eine Prise Salz ins Wasser oder ein salziger Snack.
Und: mehr ist nicht besser. Es geht um Ausgleich, nicht um Aufladen.
Mit dem Gutscheincode “NEXUS” sparst du auf deine erste Bestellung 10%.